Gestalteter Titel-Schriftzug
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Arbeiten mit optischen Filtern: Polarisatoren

Inhaltsverzeichnis

Welcher Einschraubfilter ist für meine Ansprüche geeignet?

Sortiment EinschraubfilterLegt man sich heutzutage die erste Spiegelreflex- oder eine vergleichbare Kamera zu, ist zumindest in einem Elektrogroßmarkt die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass man dazu einen unverzichtbaren UV-Filter empfohlen bekommt. Das kostet dann in der Regel um die 30€ mehr und man hat jetzt zusätzlich die Möglichkeit... Zu was eigentlich?

In aller Regel ist es so, dass man diese Filter definitiv nicht mehr braucht. Außer, dass sie einem das Licht nehmen, ist prinzipiell der einzige Nutzen dieser Filter der Schutz der Frontlinse. Wem daran gelegen ist, kann sich aber auch für eine Klarglas-Version entscheiden, die optisch kaum Einfluss auf das gemachte Bild hat.

Wenn es aber doch ein Filter zur Kamera sein soll, würde ich dazu raten, es mit einem Polfilter zu versuchen. Man bezahlt dafür zwar gut das doppelte wie für das UV-Pendant, der Nutzen ist allerdings um ein Vielfaches höher. Dieser Workshop ist nicht umsonst der erste der Reihe: neben Kamera, Objektiv und Speicherkarte ist der Polarisator wohl das Zubehör, das ich am öftesten nutze.

Steht man mit der Kamera noch am Anfang, sind Einschraubfilter preislich wie auch von der Handhabe die erste Wahl – zu den Alternativen komme ich später noch.Polarisationsfilter im Einsatz Die Einschraubfilter bestehen aus zwei Ringen, die sich gegeneinander verdrehen lassen. So wird der optimale Winkel der Filterung eingestellt. Achten sie beim Kauf dieser Filter darauf, dass die Größe des Filters dem Gewindedurchmesser ihres Objektivs entspricht!

Und denken Sie jetzt schon an die Zukunft: gedenken Sie, sich weitere Objektive zuzulegen, ist die Überlegung angebracht, ob jedes Glas seinen eigenen Filterpark bekommen soll. Ich würde dazu raten, schon im Vorfeld zu planen und den Filterdurchmesser dem Objektiv mit der größten Aufnahme anzupassen. Kleine Objektive können mittels Adapterringen die Filter aufnehmen. Heliopan bietet ein sehr umfangreiches Sortiment an. Standardgrößen bekommt man aber auch von Herstellen wie Hama ein gutes Stück günstiger.

Hat man sich für die Größe entschieden, ist die Entscheidungsfindung aber leider noch lange nicht abgeschlossen. Zahlreiche Hersteller bieten ihre Waren feil und dann gibt es von jeder Manufaktur auch noch mehrere Modelle... Fangen wir mit dem Hersteller an: ich denke, für Einschraubfilter und den Start in die gefilterte Fotografie sind B+W (Schneider Kreuznach), Heliopan oder Hoya Marken, mit denen Sie generell nichts falsch machen können – erstere benutze ich selbst. Bei den Modellbezeichnungen stößt man zuerst auf "Linear" und "Circular". Es gibt sehr viele Seiten im Internet, die mit wirklich fundiertem Fachwissen auf die Technik eingehen, die hinter diesen Produkten steckt. Wem an Physik und Theorie viel liegt, dem sei die Wikipedia als Einstieg empfohlen. Ich hingegen möchte mich hier eher auf den praktischen Nutzen beziehen und nehme Ihnen diese erste Hürde schon mal ab: "Linear" kommt nicht in Frage, da diese Filter für Digitalkameras nicht geeignet sind. Sie führen dazu, dass die Belichtungsmessung nicht mehr korrekt funktioniert.

Wenn es Ihr Geldbeutel hergibt, suchen Sie nach der Bezeichnung "nach Käsemann". Das ist die Filterrechnung, mit den besten Ergebnissen. Alles was dann noch teurer ist, ist nur noch dünner, noch besser vergütet oder lässt geringfügig mehr Licht durch. Das Ergebnis wird kaum noch verbessert. Wem der "Käsemann" zu teuer ist, macht aber im mittleren Preissegment (je nach Größe im Mittel ca. 60€) auch mit "normalen" Filtern nichts falsch. Billig- und NoName-Produkte führen aber in der Regel dazu, dass man später das Geld eh für etwas Gescheites ausgibt. Also mein Rat: lieber ein paar Tage länger sparen!

Einschubsysteme

Wer sich ernsthaft vor allem mit der Landschaftsfotografie beschäftigt oder das irgendwann vorhat, wird früher oder später zumindest über ein Stecksystem nachdenken. Gleich vorweg: will man da alles richtig machen, hat die Preisklasse mit der oben genannten nichts mehr gemeinsam!

Der französische Hersteller Cokin bietet allerdings in Filterbreiten unterhalb der Standard-100mm-Klasse ein paar sehr kostengünstige Alternativen an. Da ich aber davon ausgehe, der zukünftige Landschaftsfotograf wird vor allem im Weitwinkelbereich fotografieren und da ich selbst ebenfalls die 100mm benutze, möchte ich da nicht weiter darauf eingehen. Selbst in dieser Größe muss man hier und da auf Randabschattungen achten, die dann aufkommen, wenn man es mit dem Objektivanbau in weiter Einstellung übertreibt.

Grundsätzlich gibt es bei der Kombination von Einschubsystemen und Polarisationsfiltern zwei Möglichkeiten, wie der Filter am Halter angebracht wird. Der angesprochene Halter legt dazu fest, für welche Vorgehensweise man sich entscheiden muss. Zum einen gibt es das relativ günstige System Cokin Z-Pro. Hierbei werden spezielle Filter in den ersten Slot geschoben und sind dort drehbar gelagert. Als Anbieter dieser Filter sind mir nur Cokin selbst (gute 200€) und der amerikanische Premium-Hersteller Singh-Ray (noch einiges mehr) bekannt.

Die auf diesem Gebiet weit verbreitete Firma Lee-Filters aus Großbritannien und noch einige weniger bekannte Hersteller lösen das Problem so, dass vorne am Filterhalter ein 105mm-Innengewinde angebracht wird, das entsprechende Filter aufnehmen kann. Die Auswahl an Filtern ist hier um einiges höher (Lee, B+W, Heliopan, Singh-Ray, Tiffen) und die Filter sind im Schnitt auch etwas günstiger – die praktischere Handhabe ist ebenfalls nicht zu verleugnen. Allerdings sind die Filterhalter nicht wirklich günstig und es wird gar unverschämt teuer, wenn man Objektiv-Adapter in vielen verschiedenen Größen benötigt.

Lee bietet einen Polarisator für sein System auch in quadratischer Form an. Ich persönlich halte davon aber nicht all zu viel, da es spätestens dann praxisuntauglich wird, wenn man diesen zusammen mit einem Grauverlaufsfilter benutzt und jener die Ausrichtung des Halters vorgibt.

Zumindest bis zum Schreiben dieses Textes habe ich "kleine" Einschraub- und rechteckige Filter kombiniert. – Ja, auch das geht.Landschaftsaufnahme mit viel Himmel; mit Polfilter aufgenommen Der Filter kommt aufs Objektiv, der Filterhalter – in meinem Fall der Cokin Z-Pro – auf den Filter. Benutzerfreundlichkeit sieht anders aus. Der Bildqualität tut dies allerdings keinen Abbruch und bis dato habe ich mich noch nicht entschieden, welche Kombination für mich die ist, die mir die nicht geringe Investition auch wert ist.

Um das Thema des Marktangebotes abzuschließen, gehe ich folgend jetzt auch auf die kombinierten Versionen ein. Immer mehr Hersteller fangen jetzt an, den gemeinen Polarisator mit Farbfiltern oder -Intensivierern zu kombinieren. Ich selbst habe bis dato damit noch recht wenig Erfahrung gemacht, da mir die Produkte zu speziell sind und das gute Zeug bis heute auch zu teuer ist. Für Spitzenprodukte von Singh-Ray, die Polarizer, Gold 'n Blue und Color-Intensifier kombinieren, kann man inkl. Import annähernd vierstellige Summen ausgeben...

 

Jetzt wissen Sie, was es alles gibt. Was für Sie die optimale Lösung darstellt, wird Ihnen niemand besser als Sie selbst beantworten können. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich diese Entscheidung weitestgehend hinter mir habe...

Polfilter im Einsatz pro/contra Spiegelungen

Brücke in Toledo mit Spiegelung im WasserNeben der Geschichte mit dem super-duper-blauen Himmel ist die Eliminierung von Spiegelungen wohl das häufigste Anwendungsgebiet, für das Polfilter Verwendung finden. Gleichermaßen gehe ich auf den folgenden Zeilen aber auch auf das Gegenteil – deren Intensivierung – ein, was meiner Ansicht nach mindestens ebenso sinnvoll sein kann.

Stellen wir uns zu Anfang vor, wir fotografieren ein Auto und wollen mit den Reflexionen in den Fenstern experimentieren. Ein Winkel von 45° zur Scheibe liefert hier die besten Ergebnisse. Entsprechend starten wir den ersten Versuch mit einer Frontalaufnahme. Der Effekt beim Drehen des Filters sollte so bereits beim Blick durchs Okular mehr als deutlich sein. Nachdem Sie nun ein bisschen ausprobiert haben, gehen Sie um den Wagen und fotografieren ihn im Profil. Sie werden feststellen, dass es so wesentlich schwieriger ist, die Scheiben klar zu bekommen, was am steileren Winkel der Fenster liegt. Der Standpunkt schräg vor oder hinter dem Auto sollte da schon wieder befriedigendere Ergebnisse auch in den Seitenscheiben liefern.

Der Naturfreund stelle sich als weiteres Beispiel vielleicht eher einen Teich, einen See oder einen Bach vor. So hat man einerseits mit der oben angesprochenen Vorgehensweise die Möglichkeit, den Fisch oder den Grund durch die Wasseroberfläche weitgehend störungsfrei abzulichten. Andererseits hat es aber auch durchaus seinen Reiz, im bitterkalten Bergsee die Reflexion der dahinter liegenden Steilwand auf die Pixel zu bannen.

Tun Sie sich aber nach all diesen Versuchen in jedem Fall den Gefallen und erwarten sie von dem guten Glas vor der Linse nichts Unmögliches – auch wenn der Filter noch so teuer war. Es ist in aller Regel genau so unmöglich, komplett alle Reflexionen auszuschließen, wie im Gegenteil eine Spieglung im Wasser abzulichten, die exakt den Tonwerten des Originals dahinter entspricht! Zumindest bei Letzterem kann in Abhängigkeit mit dem Motiv aber eventuell ein Grauverlaufsfilter Abhilfe schaffen, auf den ich in einem anderen Workshop noch detailliert zu sprechen komme.

Polfilter, Farben und blauer Himmel

Hoch gelobt werden die guten Filter stets, wenn es um den Außeneinsatz mit der Kamera geht. Und auch bei mir ist es so, dass ich die Filter größtenteils verwende, um Farben zu intensivieren und den Himmel blauer zu machen.

Selbstverständlich ist es aber auch hier so, dass man nicht einfach das gute Stück aufschraubt und schon funktioniert alles.Landschaftsaufnahme mit Himmel; mit Polfilter aufgenommen Es ist erst einmal wichtig, den richtigen Winkel zur Sonne zu finden. Ist dieser 90° zur Kamera, bekommt man die besten und intensivsten Ergebnisse. Je weiter man sich davon wegbewegt, desto geringer wird der Effekt, bis er schließlich gegen die Sonne oder mit dem Rücken zu ihr überhaupt nicht mehr zum Tragen kommt.

Unter optimalen Bedingungen – tief stehende Sonne, klarer Himmel, der angesprochene rechte Winkel – kann man es dann auch übertreiben. Es kann dann vorkommen, dass die maximale Filterung dazu führt, dass das Himmelblau fast schon in einem Schwarz erscheint.

Ein weiteres Problem können Weitwinkelobjektive sein. Je weiter der Blickwinkel, desto ungleichmäßiger kann die Filterung über die Bildbreite auftreten. Hier gilt es Kompromisse zu machen - oder aber auch, diese Effekte bewusst in seinen Bildaufbau einzubringen.herbstliche Aufnahme mit extremem Polfilter-Effekt Das ist, wie so vieles, eine Frage des eigenen Geschmacks.

Die Arbeit an sich, die der Filter verrichtet, kann man sich so vorstellen, als dass er das Licht nach seiner Richtung aussortiert. Ohne den Filter oder mit bloßem Auge sehen wir stets alles: das eigentliche Bild, die Sonnenstrahlen, die sich in Milliarden von Staubteilchen brechen sowie das, was vom Motiv an den genannten Strahlen zurückgeworfen wird. Unser Ziel ist, vor allem die letzten beiden Punkte zu filtern. Und je besser die Bedingungen, desto intensiver und klarer das Ergebnis.

Wem das Fotografieren mit den optischen Helfern liegt und die Filter nicht nur als notwendiges Übel sieht, dem sei empfohlen, gerade im Herbst einmal seinen Polfilter mit einem Redhancer zu kombinieren. Während sich ersterer um den Gesamteindruck des Bildes kümmert, verstärkt der Redhancer selektiv die Rottöne und macht die Ergebnisse noch herbstlicher!

An dieser Stelle möchte ich aber trotz aller Vorteile auch davon abraten, den Polarisator als "ImmerDrauf" zu missbrauchen. So werden Sie im Gegenlicht mehr Artefakte bekommen und vor allem bei schwindendem Licht freihand feststellen, dass der Filter gute ein bis zwei Lichtwertstufen schluckt. Zwar ist das im Zeitalter der astronomischen ISO-Geschwindigkeiten abfangbar, jedoch bewirkt trotzdem jede Erhöhung dieses Wertes eine geringe Verschlechterung der Bildqualität. Und wer weiß, ob sie genau diesen Puffer später in der Nachbearbeitung benötigen werden...

Polfilter und Blitzlicht

Das Zusammenspiel dieser beiden Anbauten kann einerseits den Sinn haben, dass man beispielsweise seine(n) Liebste(n) beim Portraitshooting in freier Natur die Schlagschatten aus dem Gesicht nehmen will, ohne auf den blauen Himmel verzichten zu müssen. Hier sind die Vorgehensweise und die Grundregeln nicht anders, als auf den vorangegangenen Seiten auch schon beschrieben. Schlimmstenfalls kann es etwas aufwändiger sein, die gewünschten Kontraste zu erreichen und ein bisschen Spiel mit Blende und Zeit erfordern.

Auf was ich hier aber eigentlich eingehen möchte, ist ein Thema, das ein gutes Stück mehr Experimentierbereitschaft voraussetzt und das im Netz bis dato im Vergleich lange nicht so ausgeprägt vertreten ist, wie andere Artikel zum Thema Polarisation:Makroaufnahme eines Weißlings das Zusammenspiel von Polfilter und polarisiertem Blitzlicht.

Neben der raren Information ist es hierbei auch so, dass man zwar alles Nötige dafür problemlos erwerben kann, es aber meines Wissens (noch) keine Hersteller gibt, die equipmentoptimierte Lösungen hier anbieten. Man sollte also damit rechnen, im Vorfeld etwas basteln zu müssen.

Das Ziel bei dieser Technik ist es, das Blitzlicht selbst so zu polarisieren, dass das gemachte Bild zwar gleichmäßig ausgeleuchtet ist, aber man nicht erkennt, dass dies einem Blitz zu verdanken ist. Man benötigt dazu eine Polarisationsfolie, die vor dem Blitz befestigt wird und dafür sorgt, dass nur eine "Richtung" des Lichtes passieren kann.

Heliopan ist einmal mehr ein Hersteller, der solche Folien im Sortiment hat, die man bei diversen Händlern in verschiedenen Größen kaufen kann. Die Investitionskosten sollten in etwa bei 10€ liegen... Auf der anderen Seite, nämlich auf dem Objektiv, sitzt der altbekannte Filter und eliminiert genau die Strahlen, die wir vorher beim Blitz durchgelassen haben. Selbstverständlich ist damit zu rechnen, dass der Blitz wesentlich mehr Leistung braucht, um das Motiv auszuleuchten und die Kamera entsprechend entgegenwirken muss, was Blendenöffnung oder ISO angeht. Die Ergebnisse können bei richtiger Handhabe aber verblüffen.

Ich selbst habe diese Technik ausprobiert, indem ich mir die Folie für unseren Ringblitz zurechtgeschnitten und mit einem gepolfilterten Makroobjektiv Insekten abgelichtet habe. Gerade hier hatte ich das Problem, dass ich zwar einerseits die Details, die bei geblitzten Makros sichtbar werden, sehr mag, aber dafür umso weniger die harten Reflexe, die dabei in den Augen des Gekrabbels entstehen. Ich bin noch nicht so weit, dass meine Ergebnisse meine eigenen Ansprüche erfüllen. Man erkennt jedoch schon eine brauchbare Qualitätssteigerung, die vor allem den sehr geringen finanziellen Aufwand bei weitem rechtfertigt. Gerade bei Makros sollte man sich aber im Klaren sein, dass es durch den Filter wesentlich früher dunkel im Okular wird und man entsprechend früher Probleme bekommt, die Tiere noch korrekt scharf zu stellen und den perfekten Zeitpunkt für den Abschuss zu finden.

Polfilter als Vari-ND

Vari-NDs – variable Neutraldichtefilter – sind Filter, die die Belichtungszeit verlängern, indem sie gleichmäßig das in die Kamera eintreffende Licht reduzieren. Immer mehr Hersteller bieten mittlerweile diese "Graufilter" in variablen Versionen an. Je weiter man sie verdreht, desto dunkler wird das Bild im Sucher und desto länger muss die Kamera öffnen, um ein korrektes belichtetes Bild zu erzeugen.mehrere Polfilter übereinander gelegt Die Daseinsberechtigung solcher Filter könnte beispielsweise sein, dass man hoch lichtstarke Objektive an hellen Tagen wegen dem Effekt der Freistellung voll geöffnet benutzen möchte, aber dazu die minimal mögliche Belichtungszeit der Kamera unterschritten wird. Oder man möchte fließendes Wasser weich zeichnen, indem man es mehrere Sekunden belichtet, was bei Tageslicht filterlos nicht möglich wäre.

Wenn Sie im Besitz zweier Polfilter sein sollten und Interesse an dieser Technik haben, ohne gleich neu investieren zu wollen, schrauben sie doch mal beide Polarisatoren "Gesicht auf Gesicht" aufeinander und verdrehen sie gegeneinander! Vari-NDs arbeiten genauso. Während in Parallelstellung nur eine "Richtung" des Lichts herausgefiltert wird, erreicht man im Laufe einer viertel Drehung theoretisch die Eliminierung allen Lichts – in der Praxis allerdings eine Verlängerung der nötigen Belichtungszeit um einen Faktor von ca. 100. Damit lassen sich ohne Neuinvestition schon sehr brauchbare Ergebnisse erzielen und Sie haben überdies den Vorteil, dass Sie für einen eventuellen späteren Graufilterkauf bereits wissen, welche Stärken für Sie sinnvoll sind. Denn ein Argument spricht deutlich für die Verwendung unvariabler Filter, wie ich sie auch nutze: sie sind nicht so dick wie die variablen und führen damit lange nicht so schnell zu Randabschattungen.